Diana  25.07.2018 0 Kommentare

Sucre

In Boliviens Hauptstadt machten wir nur einen kurzen Zwischenstopp. Endlich hatten wir etwas wärmeres Wetter, so dass es auch Gelegenheit für das ein oder andere Eis gab :)

Sonntags ging es nach Tarabuco. Mit dem Bus - leider.. Wir hatten noch überlegt mit den Moppeds hochzufahren, aber unser Gastgeber lud uns ein, uns in seinem Käfer durch die Stadt bis zur Bushaltestelle zu bringen und der Bus kostet fast nichts. 1,5 Stunden dauerte die Fahrt, es brauchte keine halbe Stunde auf der Hubbelpiste bis ich es schwer bereute. Wir saßen mit 15 Personen zusammengepfercht in dem VW-Bus-Verschnitt, wir als Europäer waren zu groß, als dass wir einen Platz für unsere Knie fanden. Endlich angekommen, fanden wir uns auf einem ausgedehnten Markt wieder, auf dem die traditionellen, auf einfachen Webstühlen gearbeiteten Stoffe, verkauft wurden und es allerlei Leckereien zu probieren gab. Die Einheimischen tragen Tracht, und diese nicht als Touri Show. Bleichgesichtern mit großen Kameras um den Hals begegnet man zwar auch einigen, diese werden aber oft eher skeptisch beäugt. Nachdem wir fleißig Mitbringsel eingekauft hatten, probierten wir uns durch die Essensstände - unglaublich lecker und unglaublich günstig. Auch die erste Chicha fanden wir hier. Chicha ist ein alkoholisches Getränk auf Maisbasis, die Fermentation wird durch Speichel erreicht, sprich Maisfladen werden gekaut und wieder ausgespuckt. Wir teilten uns eine Tonschale und merkten schnell, es funktioniert nicht schlecht.

Unser Gastgeber half uns bei der Routenplanung zum nächsten Ziel. Wir entschieden uns gegen eine eher abenteuerliche Straße, im Nachhinein eine gute Wahl. In Cusco trafen wir einen Fahrradfahrer der sich daran versucht hatte. Das Fahrrad tragend an den Fels gedrückt war er froh nicht in den Abgrund gestürzt zu sein. Da war unsere Routenwahl doch ganz gediegen. Bevor wir den Asphalt verließen, quartierten wir uns nochmal in einem netten Hostel ein - nur die Suicide Shower dort machte ihrem Namen alle Ehre. Die Temperatur regelt man bei diesen Duschen rein mitels der Durchflussmenge. Wenn man hier allerdings die Amatur berührte, bekam man einen ordentlichen Stromschlag. Wie das von statten geht ist mir nicht so ganz klar, wenn das Wasser zu heiß ist und man es auch nicht verstellen oder abdrehen kann ist das echt gemein. Die Gummiduschlatschen brachten Abhilfe, mit ihnen konnte man die Armaturen verstellen ohne zu zittern.

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