Diana  08.04.2018 0 Kommentare

am Atlantik

Der zweite Abstecher von der Ruta 3 führte uns über die Ruta Provincial 1 entlang der Atlantikküste. Nachdem wir auf den ersten Kilometern im tiefen Schotter versanken und kaum vorankamen stand schon zur Diskussion umzukehren... Doch nach Kurzem wandelte sich das ganze zur Staubpiste mit vielen ausgetrockneten Flussbetten und Wasserdurchfahrten - hier hat uns das Fahren ordentlich Spaß gemacht, insbesondere vor der herrlichen Kulisse, eine Traumstraße :-)
Am Ende des ersten Tagen wollten wir wild campen, wurden aber darauf hingewiesen, dass der Strandabschnitt bis Camerones Nationalpark sei, in denen das Campen außerhalb genehmigter Campingplätze grundsätzlich immer verboten ist. Somit ging es für uns ein paar Meter zurück nach Bahia Bustamante, wo wir uns zum überteuerten Preis notgedrungen einquartierten. Als Hostel diente eine Arbeiterunterkunft aus den 50igern, auf gefühlt immer noch den selben Betten. Da das Ganze weder sonderlich einladend aussah, noch roch bemühten wir unsere Isomatte und Schlafsäcke. Strom war leider auch kaputt. Für einen noch mehr hätte es auch renovierte Cabanas gegeben, welche aber alle belegt waren. Immerhin erlaubte uns der Eigentümer einen Abstecher auf die angrenzende Halbinsel, auf der wir einen Strand aus lila Muscheln fanden.

Außerhalb des Nationalparkes haben wir uns am Strand häuslich eingerichtet. Abends schauten in der Bucht noch zwei Delfine und ein Seelöwe vorbei. Ostersonntag wurden wir morgens von einem sich beschwerenden Schaf begrüßt, welches direkt hinter unseren Motorrädern auf dem Fels stand.  Frisch aus dem Zelt gekrabbelt, hatte ich die Kamera zu spät zur Hand und konnte nur noch die Flucht dokumentieren. Wenn schon am Wasser, dann vielleicht mal Waschen? Während Harold ganz entspannt im offenen Meer rumschwamm schwebte mir eher eine „Badewanne” vor, die bei Ebbe zurückblieb. Leider war die auch nicht viel wärmer, so dass auf Knietiefdrinne eine abrupte Flucht folgte...

Die dritte Nacht wollten wir eigentlich in einem verlassenen Dorf verbringen, in welchem die wieder aufgebauten Häuser zu Unterkünften umgebaut sein sollten. Insbesondere ein zweckentfremdeter Reisebuss hatte es uns beim vorab Durchlesen angetan. Vor Ort hielt sich die Begeisterung in Grenzen, der Bus war bis auf einige verschlissene Sitze entkernt, 2 Stockbetten drin, fertig. Geruchstechnisch so wie Gardinen aus den 70igern eben riechen. Ein Stück weiter fanden wir hingegen ein hübsches Plätzchen am Strand. Unsere Motorräder haben in der Nacht Domino gespielt und nach der Fahrt zurück auf die Straße haben wir einiges an Dornen eingesammelt - zum Glück ohne Platten.

In Trelew kurzer Zwischenstopp fürs Frühstück, danach gings nach Puerto Madryn. Im Hostel Silo wurden wir kurzerhand aufgefordert durchs Wohnzimmer in den Innenhof zu fahren, um die Motorräder dort zu parken. Von unseren super netten Gastgebern wurden wir auch zu Mate eingeladen - pappsüß und mit Milch, statt mit Wasser - so trinken wir das argentinische Nationalgetränk inzwischen öfter.

Zurück

Einen Kommentar schreiben

Einen neuen Kommentar schreiben