Diana  28.06.2018 1 Kommentare

Iguazu

Für diesen Tag hatten wir verhältnismäßig viele Kilometer vor uns, immerhin auf gut asphaltierter Straße. Am Grenzposten zu Argentinien wurde es dann langsam dunkel. Wir diskutierten, ob wir eine zusätzliche Übernachtung einlegen sollten, allerdings war laut Wetterbericht nur mit 2 Tagen Sonnenschein in Iguazu zu rechnen, oder ausnahmsweise eine Nachtfahrt einlegen sollten. Bei den bisher sehr guten Straßenverhältnissen entschieden wir uns für letzteres. Nach etwa einer Stunde stand da ein Schild "Nationalpark" und der Asphalt endete auf eine Erd- und Steinchenpiste von der wir uns nicht weiter irriteren ließen. Aber die Steinchen wurden immer rarer und irgendwann fanden wir uns mitten im Urwald auf einer Piste aus rotem Schlamm wieder. Es raschelte, immer wieder flog ein ausgefallener Vogel von rechts nach links, Lianen und Farne hingen auf die Straße. Vor einem Feld aus vielen großen Pfützen hielt ich an, um mir einen Weg durch dieses Labyrinth zu überlegen. Für Harold leider zu spontan, auf dem Schlamm bremst es sich wie auf Glatteis und er legte sein Motorrad baden. Da auch kein fester Stand möglich war, musste ich beim Moppedaufheben helfen. Der Versuch mein Mopped abzustellen und ihm zu helfen scheiterte schnell, keine 2 Meter gelaufen fiel die Kiste um und es war stockfinster. Erst als ich mich zu Harold vorgetastet hatte und sein Mopped lief, hatten wir wieder Licht. Nächste Herausforerung: mein Mopped aufheben ohne dass seines wieder einsinkt und umfällt. Irgendwann hatten wir es geschafft und kamen kurz vor 22.00 in Foz de Iguazu an und suchten uns eine Unterkunft mit Late-Check-In.

Argentinische Seite

Wir starteten mit dem Besuch der argentinischen Seite der Wasserfälle. Auf den verschiedenen Pfaden kommt man nahe an die Wasserfälle heran, überall flitzen Nasenbären herum und kleine Äffchen versuchen die frisch erworbenen Pommes zu stibitzen. Wir waren hier anderthalb Tage beschäftigt und haben doch nicht alles erkunden können.

Garganta del Diablo

Mit einer Bummelbahn geht's hinauf zum Teufelsschlund. Von der Luft aus betrachtet sieht man, dass die Wasserfälle in einem Winkel zusammenlaufen, genau hier steht man auf einer Aussichtsplattform und sieht beim Blick nach unten nur weiße Gischt.

Brasilianische Seite

Der Grenzübertritt nach Brasilien ist hier sehr unkompliziert. Von dem dortigen Park hat man den Panoramablick auf die Wasserfälle und wird auf dem unteren Steg auch gut nass.

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Kommentar von Hartmut KP |

Boah!
Welche Bilderfülle!
Und: Diana, hättest du nicht schon einen Beruf, dann offenbartest du jetzt mit den Fotos deine wahre Begabung.

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