Diana  14.05.2018 1 Kommentare

Cordoba

Zurück auf der Ruta 40, entlang des Rio Limay mit seinen Steinskulpturen, tauchten bald wieder die ersten Vulkane auf.

Wir fanden einen alten Lavastrom, der von einem Hügel geteilt wurde. Rechts und links von dem schwarzen Gestein umgeben bauten wir hier unser Nachtlager auf. Zu Essen gabs, was wir noch hatten: aus 2 Eiern, altem Baguette, Milch und einem Apfel bastelte ich eine Outdoor-Pfannen-Version des schwäbischen Ofenschlupfers.

Sierra Chica

Nach der Einsamkeit Patagoniens herrscht hier reges Treiben. Viele kleine Ortschaften reihen sich aneinander, mit einladenden Cafes, Kunsthandwerkständen und überall Strandschirme aus Schilfgras. Nach 12.000km war der dritte Ölwechsel, diesmal mit Reinigung des Ölsiebes (hat keinen Ölfilter) fällig. Über die Serpentinen der Ruta Provincial 14 ging es anschließend über die Sierra in Richtung Cordoba.

Museo casa del che

In diesem Haus in Alta Gracia verbrachte Ernesto "Che" Guevara einen Teil seiner Kindheit und Jugend. Unter anderem war eine Norton Model 18 ausgestellt, mit solch einer bestritt Che seine Südamerikareise.

Kaum aus Alta Gracia draßen fing ich zu Schlingern an - der Hinterreifen. Irgendwie habe ich Talent Nägel einzusammeln, auch diesesmal steckte der Übeltäter noch vor Ort. Im Schein der Taschenlampe auf einer Industrieeinfahrt an der Stadtautobahn waren wir eine Zeit lang beschäftig und schlugen recht spät in Cordoba auf.

Museo de la Industria

In einer ehemaligen Eisenbahnhalle gab es viele Exponate der Industriegeschichte zu bestaunen. Neben historischem Zahnarztstuhl, Bonbonverpackungsmaschine aus Holz gab es hauptsächlich Autos zu sehen. Im Außenbereich steht ein drehbares Haus, dessen Keller wir besichtigen durften. Insbesondere der Verlauf der Wasserleitungen sowie die technische Lösung der Stromversorgung über Schleifkontakte faszinierte uns.

Iglesia los Capuchinos

Sieht zwar nach Gothik aus, ist aber ein Stahlbetonbau aus dem Jahre 1926. Über eine Wendeltreppe gings rauf zur Aussichtsplattform auf dem Turm ohne Spitze. 

Harolds Vorderreifen war schon wieder platt, diesmal fanden wir das Loch, bis wir wieder startklar waren verging vielleicht eine viertel Stunde. Inzwischen sind wir was Reifenpannen angeht leid geprüft und eingespielt. Nachdem sich die Ruta PE 50, die auf der Karte interessanter aussah und durch eine Seenlandschaft zu führen scheint, als Matsch-mit-Stroh Piste entpuppte, entschieden wir uns aufgrund unseres für diesen Tag knappen Zeitplanes für die Ruta National 8. Am Straßenrand entdeckten wir unterwegs eine Wiese voller Parasole, von denen einige mit Butter und Knoblauch in der Pfanne landeten. Beim nächsten Platten hatte Harold den Ehrgeiz, diesen in der Zeit zu reparieren, die ich in der Schlange vor der Tankstellentoilette verbrachte.

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Kommentar von Ralf |

Echt schön wieder! vor allem auch die Tüv-geprüfte halbe Cola Flasche :-D

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