Diana  18.06.2018 0 Kommentare

Argentinien

Von den Argentiniern wurden wir überall herzlich aufgenommen, von entgegenkommenden Fahrzeugen wurden wir mit mit Hupe, Lichthupe und aus dem Fenster gehaltenen Daumen nach oben gegrüßt. Anders als wir es aus Chile gewohnt waren, kamen wir bei einer Panne vor lauter Hilfsangeboten teilweise kaum zum Reparieren. Auch stand einmal das Angebot, bei einem Platten samt Mopped auf der Ladefläche in den nächsten Ort mitgenommen zu werden.
Übernachtungen im Doppelzimmer schlagen mit 30-50€ pro Nacht ordentlich zu Buche, sind auf europäischem Standart. Frühstück wie wir es kennen gibt es nicht, oft gibt es 2 Stück Zwiebackähnliches mit Dulce de Leche (Brotaufstrich aus Milch und karamellisiertem Zucker), wenn man Glück hat nen Croissantverschnitt. Jedoch gibt es hier häugfiger echten Kaffee! Lebensmittel kosten mit Ausnahme von Rindfleisch oft mehr als in Deutschland (der günstigste Becher Sahne im Discounter kann in Patagonien auch schonmal 1,80€ kosten, ein 600g Qualitätssteak gibts für unter 4€).
Vegetarische Gerichte gibt es eher selten, aber immerhin sind die Argentinier flexibel und können kochen! Nachdem sie einen kurz irritiert angeschaut haben, zaubern sie mit Gemüse gefülltes Omelett oder Sojaschnitzel Napolitana :) Die Empanadas sind kleiner als die Chilenischen, dafür umso leckerer. Ich befürchte, ich werde Argentinen vermissen.. ;-)
Nationalgetränk ist Mate, ein Tee aus den gehäckselten Blättern des Mate-Strauches. Das Trinkgefäß wird damit vollgefüllt und anschließend mit Wasser aufgegossen. Getrunken wird durch einen Metallstrohhalm mit Sieb. Sobald der Erste ausgetrunken hat, wird Wasser nachgegossen und zur nächsten Person weitergereicht. Auf der Straße sieht man häufig Menschen mit unter dem Arm geklemmter Thermoskanne und Mate in der Hand. Heißwasserautomaten sind verbreitet wie Kaffeeautomaten bei uns.
An Tankstellen und Banken steht man oftmals Schlange. Beide können gegebenenfalls leer sein, Bankautomaten insbesondere Sonntags. Der argentinische Peso hat eine deutliche Inflation, so schnell, dass sich wochenweise die Wechselkurse ändern können.
Pferde sind für die Arbeit mit den großen Viehherden verbreitet, auch um auf dem eigenen, viele Kilometer reichenden Land nach dem Rechten zu sehn. So sahen wir viele zu Pferd entlang der Straße entweder in traditioneller Kleidung oder in Sneakers, aber auch beim Zelten tauchte schon der vermeintliche Landbesitzer samt 1PS Untersatz aus dem angrenzenden Fluss auf, beäugte uns kurz und verschwand im Wald.

Zurück

Einen Kommentar schreiben

Einen neuen Kommentar schreiben